K'ai Men und Dao Yin


Diese Übungsformen sind generell für alle Altergruppen geeignet, weil sie stets an die körperlichen Fähigkeiten und Einschränkungen des Übenden angepaßt werden können.



K'ai Men:


Bisweilen auch als taoistisches Yoga bezeichnet, wird K'ai Men üblicherweise als ''offene Tür'' übersetzt. In diesen Übungen werden alle wichtigen Gelenke des Körpers, ohne gewollte Anspannung, im Rahmen ihrer augenblicklichen Möglichkeiten trainiert, um die Flexibilität, Balance und Bewegungskontrolle des Übenden zu maximieren. Sowohl an der Haltungsstruktur, als auch an den inneren Organen ansetzend, wirken K'ai Men Übungen positiv auf Gesundheit und Allgemeinbefinden und bewirken einen klaren Fluß der inneren Energie Chi, wie sie die traditionelle chinesische Medizin (TCM) begreift. Als eine Form des Qigong besteht jede Übung aus einer Grundsequenz von Bewegungen, mit vorgegebener Atmung und einer Erweiterung mit freier Atmung, in der der Körper sanft ermutigt wird, weicher zu werden und sich noch etwas mehr zu öffnen.



Dao Yin:


Ähnlich dem K'ai Men sind Dao Yin Übungen ebenfalls eine Form des Qigong. Als therapeutische Atemübungen konzentrieren sich Dao Yin Übungen auf gezielte Bereiche des Körpers und die mit ihnen verbunden Organe und Meridiane, um so das Wohlbefinden des Ausübenden wiederherzustellen oder zu fördern. Es gibt weit über 400 verschiedene K'ai Men und mehr als 200 Dao Yin Übungen. Im Li Stil stehen die Vermittlung und das Training von Übungen des K'ai Men und Dao Yin untrennbar und in engem Bezug zum T'ai Chi.